Unsere Haut vergisst nichts. Gerade vor dem Sommer ist es daher wichtig, sich über den Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und Hautgesundheit zu informieren. Eine tolle Gelegenheit dazu bot die Aktionswoche „Sonnenschutz“, die vom 18.-23. Mai in Partner-Apotheken des Gesundheitsnetzes Goldenes Kreuz stattgefunden hat und von Eucerin unterstützt wurde.
Interessierte konnten kostenlos ihren Hauttyp nach Fitzpatrick, ihre Hautbeschaffenheit und individuelle Risikofaktoren bestimmen. Zusätzlich informierten die Apothekerinnen und Apotheker über Sonnenschutz, richtige Pflege und über Hautkrebs-Prävention. Mit interessanten Ergebnissen: Zwei Drittel zählen zur sehr sonnenempfindlichen Gruppe mit Hauttyp I oder II und unterschätzen das Risiko tendenziell.
Nach einem langen Winter sind viele Menschen sonnenhungrig und genießen die ersten sommerlichen Tage. Doch ein erheblicher Teil der österreichischen Bevölkerung hat ein durchaus hohes Risiko für Sonnenschäden.
„Viele Menschen sind verunsichert und kommen mit zahlreichen Fragen in die Apotheke: Wie wird der Hauttyp exakt bestimmt? Welche Risikofaktoren müssen beachtet werden? Welchen Einfluss haben bestimmte Medikamente oder Präparate? Und was braucht es, um oxidativem Stress und Hautalterung sowie Zellschäden vorzubeugen“, sagt Mag. pharm. Simon Job, Mitinhaber der Essenz Apotheken und Konzessionär der ESSENZ Apotheke Mariahilf. „Diese Zusammenhänge sind für Laien nicht ganz einfach einzuschätzen.“
Deshalb organisierte das GESUNDHEITSNETZ GOLDENES KREUZ vom 18. bis 23. Mai gemeinsam mit seinen Partnerapotheken die Aktionswoche „Sonnenschutz“ und bot kostenlose Hauttyp-Analysen mit einem KI-gestützten Hautanalyse-Tool von Iqonic.AI an. Dabei wurden wichtige Faktoren wie Hauttyp, Pigmentveränderungen, individuelle Risikofaktoren (z.B. UV-Exposition) sowie etwaige familiäre Vorbelastungen und Hautauffälligkeiten erhoben.
Zwei Drittel haben hohes Risiko
Wie relevant das Thema in unseren Breiten ist, zeigen die Ergebnisse: Die Fitzpatrick-Skala umfasst 6 Hauttypen – von sehr hell und sonnenempfindlich bis hin zu dunkel und unempfindlich. Von den Teilnehmer:innen an der Aktionswoche waren mehr als zwei Drittel Hauttyp I oder II zuzurechnen und sind damit sehr sonnenempfindlich. Knapp jede:r Fünfte war familiär vorbelastet und hatte zudem einen Fall von Hautkrebs in der Familie. Dennoch ist vielen ihr erhöhtes Risiko nicht bewusst.
„Wir wissen, dass das Bewusstsein für Sonnenschutz hierzulande generell zu gering ausgeprägt ist“, betont Mag. Erika Sander, Generalsekretärin der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze. „Es halten sich Mythen, wie etwa, dass Sonnenbräune vor Schäden vorbeugt. Und viele verwenden viel zu wenig Sonnenschutz.“
Auch die Dermatologin Dr. Alma Kamenica erklärt: „Die Haut vergisst nichts, und alle Jugendsünden bekommen wir später präsentiert. Sonnenschutz ist ein Muss, um Sonnenbrand zu vermeiden und das Hautkrebsrisiko zu reduzieren.“
Dabei gilt: Wirkungsvoller Sonnenschutz ist ein Konzept, das sich „nicht nur auf Sonnenschutzmittel beschränkt“, so die Expertin. „Es geht auch um schützende Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrillen mit UV-Filtern und nicht zuletzt um das richtige Verhalten. Man sollte unbedingt einen Sonnenbrand vermeiden und auch die Anzahl der – womöglich ungeschützten – Sonnenstunden über die Lebenszeit hinweg reduzieren.“
Alles zu richtigem Sonnenschutz
Hintergrundwissen, Interviews mit Expert:innen und probate Ratschläge bietet die aktuelle Ausgabe des Magazins LEBENSWERT https://www.oeggk.at/magazin-lebenswert/
Und ebenfalls in die Tiefe geht die Episode des Podcasts HÖRENSWERT „Mythos gesunde Bräune – alles über Sonnenschutz“ mit der Pharmazeutin und Apothekerin Mag.pharm Astrid Janovsky als Gast. https://www.oeggk.at/podcast-hoerenswert/ und überall, wo es Podcasts gibt.
Wir danke Eucerin für die freundliche Unterstützung!
Foto c) Iqonic.ai