Vielen Dank für Ihre Teilnahme an der Aktionswoche „Herzgesundheit“ in Ihre Apotheke!
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Österreich – noch vor Krebs. Frauen zeigen meist andere Symptome als Männer, daher werden insbesondere bei ihnen Diagnosen oft zu spät gestellt.
Ziel unserer Aktionswoche ist es, im Sinne der Prävention und Früherkennung über „Herzgesundheit“ zu informieren, das jeweils persönliche Risiko aufzeigen und zum Handeln zu motivieren.
Im Folgenden finden Sie kurze Erläuterungen zu den erhobenen Gesundheitsdaten. Diese dienen nur als Überblick, stellen aber keine endgültige Bewertung oder Empfehlung dar. Bei weiterführenden Fragen wenden Sie bitte an Ihre Ärztin/ Ihren Arzt!
Cholesterin gehört zu den Blutfetten und hat wichtige Funktionen im Körper. Dazu zählen beispielsweise der Aufbau der Zellmembranen, Bildung von Hormonen, Bestandteil von Gallensäure oder Bildung von Vitamin D.
Zu hohe Cholesterinwerte sind allerdings ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung einer Gefäßverkalkung (Atherosklerose), welche weitere Folgekrankheiten (z.B.Herzinfarkt, Schlaganfall) verursachen kann.
Im Blut wird Cholesterin über spezielle Lipoproteine transportiert:
Die Low-Density-Lipoproteine (LDL) transportieren das Cholesterin zu den Geweben des Köpers, in denen es gerade gebraucht wird. Dieses LDL-Cholesterin gilt als „schlechtes“ Cholesterin, weil erhöhte Blutspiegel mit einem gesteigerten Atheroskleroserisiko einhergehen. Wenn man von erhöhtem Cholesterin spricht, meint man in der Regel das LDL-Cholesterin.
Die High-Density-Lipoproteine (HDL) transportieren nicht mehr benötigtes Cholesterin zur Leber zurück. Dort kann das Cholesterin in andere Stoffe umgebaut und abgegeben werden.
Dadurch können gefährliche Ablagerungen (Arteriosklerose) verhindert und die Gefäße geschützt werden. HDL-Cholesterin wird deshalb auch als „gutes Cholesterin“ bezeichnet.
Bei der Messung des Gesamtcholesterins (CHOL) im Blut werden sowohl das LDL- als auch das HDL-Cholesterin mitgemessen. Wenn der Messwert des Gesamtcholesterins im Blut erhöht ist, sollte eine weitere Abklärung erfolgen.
Triglyceride (Neutralfette) sind wichtige Energielieferanten im Körper. Sie werden mit der Nahrung aufgenommen, der Körper kann sie aber auch selbst herstellen. Ist mehr Energie vorhanden als der Körper braucht, werden die Triglyzeride im Fettgewebe gespeichert. Zu viele Triglyzeride im Blut stellen ebenso wie LDL-Cholesterin einen Risikofaktor für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar.
Non-HDL Cholesterin ist die Gesamtmenge des Cholesterins im Blut, die in allen atherogenen Lipoproteinen enthalten ist. Atherogene Lipoproteine sind jene, die zur Bildung von Plaques in den Arterien führen können, was die Blutgefäße verengen und den Blutfluss behindern kann. Dies ist ein Hauptfaktor für das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.
Der Non-HDL Cholesterinwert setzt sich aus allen Cholesterinarten zusammen, die potenziell schädlich für den Körper sein können.
Non-HDL Cholesterin = Gesamtcholesterin – HDL-Cholesterin
REFERENZWERTE
Als Richtwert können folgende Referenzwerte herangezogen werden. Diese variieren aber je nach Assay (Testmethode) und Labor.

Referenzwerte NON-HDL Cholesterin
Die Referenzwerte für Non-HDL Cholesterin variieren je nach Altersgruppe, Geschlecht und Gesundheitszustand. Allgemein gelten die folgenden Richtwerte für Erwachsene:
Optimale Werte: Weniger als 130 mg/dl
Ein Non-HDL Cholesterinwert über 160 mg/dl gilt als erhöht und stellt ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar.
Nähere Information finden Sie außerdem auf der Website der Cholesterin Allianz.
QUELLEN:
Das Verhältnis von Taillenumfang zur Körpergröße wird als Waist-to-Height Ratio (WHtR) bezeichnet. Diese Kennzahl gilt als Maß für die Körperfettverteilung und als guter Indikator, um das gesundheitliche Risiko aufgrund von Übergewicht zu beurteilen. Berechnung: Taillenumfang in cm dividiert durch Körpergröße in cm.
Diverse Studien zeigen, dass der Taillenumfang das Herz-Kreislauf-Risiko beeinflusst. Daher ist die Verteilung des Körperfetts für das Herz-Kreislauf-Risiko aussagekräftiger als etwa der BMI-Wert.
Je höher der WHtR-Wert ist, desto größer ist das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung aufgrund von Übergewicht. Der WHtR-Wert ist sowohl vom Geschlecht als auch vom Alter abhängig, wie man anhand der nachfolgenden Tabelle leicht erkennt:

Der WHtR ist vom Lebensalter abhängig: Generell gilt ein Wert von 0,5 und größer als gesundheitskritisch für Menschen unter 40 Jahren. Für Menschen zwischen 40 und 50 Jahren wird der kritische Wert zwischen 0,5 und 0,6 angegeben. Bei den über 60 Jährigen sind Werte ab 0,6 als kritisch für die Gesundheit anzusehen.
Die WHtR-Kennzahl ist aus offensichtlichen Gründen nicht geeignet für Schwangere und Stillende.
QUELLE: https://koerperwerte-messen.de/whtr-rechner-klassifikation
Zu hoher oder zu niedriger Blutdruck kann Beschwerden verursachen und die Gesundheit gefährden. Regelmäßiges Blutdruck-Messen kann die Ärztin oder den Arzt dabei unterstützen, mögliche Erkrankungen oder Vorzeichen zu erkennen.
Das Herz pumpt über die Arterien Blut in alle Bereiche unseres Körpers. Dabei zieht sich das Herz abwechselnd zusammen und entspannt sich dann wieder. Wenn es sich zusammenzieht, drückt das Herz das sauerstoffreiche Blut in die Arterien. Dieser Druck wird als Blutdruck bezeichnet.
Wenn sich das Herz entspannt, strömt das Blut wieder ins Herz ein und der Druck in den Arterien sinkt. Fachleute bezeichnen den höchsten Druck als „systolischen Druck“ und den niedrigsten als „diastolischen Druck“. Die beiden Werte können mit einem Blutdruckmessgerät gemessen werden.
Die Höhe des Blutdrucks wird in „Millimeter-Quecksilbersäule“, kurz mmHg, angegeben. Als normaler Blutdruck bei Erwachsenen gelten Werte von etwa 120/80 mmHg.
Wird einmal ein zu hoher Wert gemessen, bedeutet das nicht automatisch, dass man an Bluthochdruck leidet.
Leitlinien fordern mehrere Messungen an mindestens zwei unterschiedlichen Tagen, um Zufallsschwankungen und Weißkittel‑Effekte auszuschließen. Dann sucht die Ärztin oder der Arzt nach möglichen Ursachen für den erhöhten Blutdruck sowie nach Hinweisen für bereits eingetretene Schäden. Bluthochdruck (Hypertonie) liegt vor, wenn mehrmals Blutdruckwerte über 140/90 mmHg gemessen werden.
Synonyme: Blutglukose, Blutzucker, Glukose (Traubenzucker)
Die Messung von Glukose (Traubenzucker) im Blut (sogenannter Blutzuckerspiegel) ist der wichtigste Labortest zur Diagnose einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) bzw. zur Verlaufskontrolle bei bereits bekannter Zuckerkrankheit.
Bei HBA1C handelt es sich um glykierten („verzuckerten“) roten Blutfarbstoff (Hämoglobin). Der HBA1C-Wert spiegelt den Blutzuckerspiegel (Glukosewerte im Blut) der vorangegangenen vier bis sechs Wochen wider. Wenn der Blutzuckerspiegel in diesem Zeitraum dauerhaft erhöht war, so kommt es zu einer Glykierung („Verzuckerung“) des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Diese Glykierung ist unumkehrbar (irreversibel). Daher wird der HBA1C-Wert auch als „Blutzuckergedächtnis“ bezeichnet.
Je höher und je länger der Blutzucker erhöht ist, umso mehr HBA1C wird gebildet. Die roten Blutkörperchen leben im Durchschnitt 120 Tage. Weil die Verzuckerung des Hämoglobins irreversibel ist (sie kann nicht rückgängig gemacht werden), sinkt der HBA1C-Wert erst nach Neubildung der roten Blutkörperchen und bei Normalisierung des Blutzuckerspiegels.

Ferritin ist ein Eiweißstoff zur Speicherung von Eisen im Körper. Die Bestimmung von Ferritin im Blut ist eine wichtige labordiagnostische Messgröße zur Beurteilung des Eisenstoffwechsels.
Ferritin ist ein Eiweißstoff für die Speicherung von Eisen im Körper. Das meiste Ferritin findet sich im Inneren von Zellen (Leber, Milz, Knochenmark). Ein kleiner Anteil von Ferritin findet sich in der Blutflüssigkeit und spiegelt hier den Eisenhaushalt des Körpers wider. Ferritin ist aber auch bei Entzündungsprozessen erhöht („Akute-Phase-Protein“). Aus diesem Grund müssen Entzündungsprozesse bei der Beurteilung des Eisenstoffwechsels berücksichtigt werden.
Eine Verminderung von Ferritin im Blut kann folgende Ursachen haben:
Ein Eisenmangel kann zu einer Störung der Blutbildung und in weiterer Folge zu einer Blutarmut (Anämie) führen.


Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Die labormedizinischen Referenzwerte können sich von Richtwerten oder Grenzwerten für Diagnose und Therapie von Krankheiten unterscheiden.
Grundsätzlich hängen Referenzwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Außerdem können Laborergebnisse auch je nach der von dem jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode variieren (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Daher werden von der Ärztin oder vom Arzt nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen.