Vielen Dank für Ihre Teilnahme am Lipidscreening im Rahmen der EU-Screening Week in Ihrer Apotheke!
Erhöhtes LDL-Cholesterin bleibt oft lange unbemerkt. Über Jahre kann es sich in den Gefäßwänden ablagern und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.
Deshalb ist es wichtig, die eigenen Werte zu kennen – insbesondere jene des LDL-Cholesterins.
Aber auch nachstehende Werte sind für die Beurteilung Ihres Herz-Kreislauf-Risikos wichtig:
Im Folgenden finden Sie kurze Erläuterungen zu den erhobenen Gesundheitsdaten. Diese dienen nur als Überblick, stellen aber keine endgültige Bewertung oder Empfehlung dar. Bei weiterführenden Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin/ Ihren Arzt!
bedeutet die gezielte Behandlung erhöhter Blutfette, vor allem des LDL-Cholesterins, um das Risiko für
Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Gefäßerkrankungen zu senken.
(Cholesterinproduktionshemmer) sind Medikamente zur Senkung des LDL-Cholesterins. Sie hemmen in der Leber ein
Enzym, das für die Cholesterinbildung wichtig ist. Dadurch bildet die Leber weniger Cholesterin und nimmt mehr LDL-Cholesterin
aus dem Blut auf. So sinkt der LDL-Wert.
(Cholesterinaufnahmehemmer) ist ein Medikament zur Senkung des LDL-Cholesterins. Ezetimib verhindert im Darm die
Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung und aus der Galle. Dadurch gelangt weniger Cholesterin ins Blut und der LDL-Wert sinkt.
Statin vermindert die Cholesterinproduktion in der Leber. Ezetimib vermindert die Cholesterinaufnahme im Darm. Die
beiden Medikamente können sich deshalb gut ergänzen.
sind Medikamente (Spritzen) zur Senkung des LDL-Cholesterins. Sie werden vor allem eingesetzt, wenn das LDL
trotz Statin ± Ezetimib noch zu hoch ist oder wenn Statine nicht ausreichend vertragen werden. PCSK9 ist ein Eiweiß, das den Abbau
von LDL-Rezeptoren in der Leber fördert. Diese Rezeptoren entfernen LDL-Cholesterin aus dem Blut.
ist die Summe verschiedener Cholesterinarten im Blut. Für die Beurteilung des Herz-Kreislauf-Risikos ist es
allerdings nicht allein entscheidend; insbesondere das LDL-Cholesterin ist wichtig.
Richtwert für einen gesunden Erwachsenen:
< 190 mg/dl
wird oft als das „schlechte“ Cholesterin bezeichnet. Generell gilt: je niedriger, desto besser
Niedriges Risiko: <116 mg/dL
Mittleres Risiko: <100 mg/dL
Hohes Risiko: <70 mg/dL
Sehr hohes Risiko: <55 mg/dL
Extremes Risiko: <40 mg/dL
wird oft als das „gute“ Cholesterin bezeichnet. HDL transportiert
überschüssiges Cholesterin aus den Geweben zurück zur Leber, wo es weiterverarbeitet und ausgeschieden werden kann.
sind Fette im Blut. Sie dienen dem Körper als Energiespeicher und werden unter anderem aus überschüssigen
Kalorien gebildet.
Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Die labormedizinischen Referenzwerte können sich von Richtwerten oder Grenzwerten für Diagnose und Therapie von Krankheiten unterscheiden.
Grundsätzlich hängen Referenzwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Außerdem können Laborergebnisse auch je nach der von dem jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode variieren (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Daher werden von der Ärztin oder vom Arzt nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen.